Oktober 2020

Leserbrief zur Corona-Berichterstattung in der FR:

Ein wichtiges Element der Corona-Berichterstattung sind Grafiken. Das ist gut.

Die Fähigkeiten von Menschen, sich Zahlen, bzw. Mengen vorzustellen, sind begrenzt. Das wirkt sich auch auf die Diskussionen rund um die Corona-Pandemie aus – besonders verheerend offenbar auf das Lager der Corona-Leugner. Bisherige Säulen- und Liniendiagramme liefern einen guten Überblick über Entwicklungen. Es fehlen m.E. Grafiken, die verdeutlichen, wie viele Menschen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung bisher infiziert wurden. Sie würden zunächst beiden Seiten – Befürwortern von strengen Maßnahmen und Coronaleugnern – in gewisser Weise rechtgeben. Was bisher geschehen ist,  vor allem im Frühjahr mit seinen drakonischen Maßnahmen des Lockdowns, fand und findet statt in einem minimal wirkenden Infektionsgeschehen – wenn der Vergleich zur Gesamtbevölkerung gesehen wird. Auch aktuell sind die Fallzahlen noch klein und bewegen sich je nach Kennzahl weiterhin im Promille- oder geringen Prozentbereich. Gleichzeitig würde mittels dieser Darstellung aber deutlich, welches Ausmaß jenes Geschehen hätte, wenn sich das Virus nun doch in den nächsten Wochen nahezu ungebremst ausbreiten würde und was Gesundheitssystem und der gesamten Gesellschaft  bevorstehen würde, wenn wir nicht ähnlich konsequent gegen die Ausbreitung der Pandemie arbeiten würden, wie es bisher der Fall war. 

Beispiel:

September 2022 a

Leserbrief zum Beitrag „Umgang mit Moskau“ in der FR vom 02.09.2022:

Weitgehend unerwähnt in der Berichterstattung und seitens der ExpertInnen bleibt, dass es im Dezember 2021 den Vertragsentwurf der russischen Regierung für ein künftiges Abkommen mit den USA und der Nato gab. Ein anderer Umgang mit dieser Initiative Moskaus hätte den Krieg voraussichtlich verhindert und wäre auch jetzt eine Grundlage für die Aufnahme von Verhandlungen. Dieser Umstand sollte m.E. in der Berichterstattung nicht unberücksichtigt bleiben.

7 – Krieg als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele

Wir sehen eine Welt um uns herum, in der Krieg immer wieder zur Durchsetzung politischer Ziele eingesetzt wird. Eine riesige Industrie profitiert von dem Einsatz von Waffen.

Wir streben eine Welt an, in der der Einsatz von Waffen, das Herbeiführen von Kriegen geächtet wird und gewaltfreie Mittel zur Lösung von Konflikten eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter: Manifest Gegensätze

August 2022

Leserbrief zum Artikel „Ein langes halbes Jahr“ in der NW am 24.08.2022

Nun währt er schon seit einem halben Jahr: Ein entsetzlicher Krieg, dem mittlerweile schätzungsweise zehntausende Menschen zum Opfer gefallen sind und Schäden allerorten anrichtet: Hunger da, wo Getreidelieferungen fehlen, unermessliche Zerstörung von Infrastruktur, Volkswirtschaften, die in eine ruinöse Entwicklung geraten, Millionen auf der Flucht, Konturen eines neuen eisernen Vorhangs, Hype nach Fracking-Gas und Milliarden Geldmittel, die statt in den überlebenswichtigen Klimaschutz in neue Rüstung gesteckt werden, nun noch eine drohende Reaktorkatastrophe.  Eine Bankrotterklärung der Politik hüben wie drüben. Nein, die Lieferung schwerer Waffen hat nichts gebracht, kein Leben gerettet. Profunde Verhandlungen zur Erreichung eines Waffenstillstands müssen endlich aufgenommen werden. Die Teilöffnung von Häfen zeigt, dass Gespräche zu Ergebnissen führen.


Manifest

7 – Krieg als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele

Wir sehen eine Welt um uns herum, in der Krieg immer wieder zur Durchsetzung politischer Ziele eingesetzt wird. Eine riesige Industrie profitiert von dem Einsatz von Waffen.

Wir streben eine Welt an, in der der Einsatz von Waffen, das Herbeiführen von Kriegen geächtet wird und gewaltfreie Mittel zur Lösung von Konflikten eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter: Manifest Gegensätze

Januar 2020 b

Leserbrief zum Artikel „Grüne bringen Apothekergarten ins Trudeln“, NW 25.01.2020.

Die Grünen haben ihre Zustimmung zu den bisherigen Planungen eines neuen Apothekergarten verweigert – Applaus!

Die Planerinnen und Planer müssen sich fragen lassen, ob es wirklich zeitgemäß und fachlich angemessen ist Planungen vorzulegen, die das Abholzen von gesunden Bäumen vorsieht – in einer Zeit, in der in der Umgebung Tausende Bäume Trockenheit und Borkenkäfern zum Opfer fallen und Experten unisono Alarm schlagen. Noch im Dezember kommentierte auch NW-Autor Kurt Ehmke zutreffend :“Unser bester Klimaschützer stirbt vor unseren Augen weg“.

Das Problem ist doch: Allerorten werden „gute“ Gründe formuliert, warum Bäume gefällt werden: Hausbau, Erdarbeiten, Verkehrssicherungspflicht. Dem Hinweis „Neupflanzungen sind vorgesehen“ lässt sich ebenfalls mit Ehmke entgegnen: „Wald entsteht in Jahrzehnten, wenn nicht in Jahrhunderten“. Wenn der Ersatz für die mittelgroßen Bergahorne deren jetziges Alter erreichen, befinden wir uns bereits im Jahr 2050.

Der konsequenten Haltung von Peter Brunnert und den anderen grünen Mitgliedern der Bezirksvertretung gebührt Respekt. Vielleicht findet sich ein zeitgemäßer und kluger Kompromiss: Die Planungen werden unter Erhalt der drei Bergahorne eine Nummer kleiner fortgeführt und mit dem gesparten Spendenmitteln wird in die Aufforstung der Bielefelder Wälder gesteckt.

Auf einem künftigen Hinweisschild im Kleinod könnte stehen: „Neben Symbolpflanzen christlicher Mythologie haben wir auch in die Aufforstung Bielefelder Wälder investiert. Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt“ – wie schön wäre das denn?


Manifest

3 – Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen

Wir sehen eine Welt um uns herum, in der ein verschwenderischer und zerstörerischer Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Welt betrieben wird.

Wir streben eine Welt an, in der die Güter der Erde in einem Maße genutzt werden, das ökologisch sinnvoll ist.

Weitere Informationen unter: Manifest Gegensätze

Januar 2020 a

Leserbrief zu: „Frau in Preußisch Oldendorf erschossen“, „Mann tötet Frauen und dann sich selbst“ in der NW von Montag, 06.01.2020:

Brutale Taten in Langerwehe und Preußisch-Oldendorf: Drei getötete Frauen in NRW innerhalb von zwei Tagen – umgebracht von (Ehe)Männern. Nicht erst seit der MeToo-Debatte sollte klar sein, dass die Bewertung solcher Taten als Einzelschicksale oder Folge psychischer Erkrankung nicht den Kern trifft. Neben vielen Benachteiligungen und Formen von Unterdrückung ist tödliche Gewalt gegen Frauen Teil patriarchal geprägter Verhältnisse – auch hier und heute.  Es ist Zeit, dass sich die Berichterstattung wandelt und  Proteste gegen Femizide entstehen – getragen von Frauen und Männern.


Manifest

2 – Benachteiligung und Verfolgung von Frauen

Wir sehen eine Welt um uns herum, in der eine große Ungleichheit zwischen den Geschlechtern herrscht. Die Unterdrückung von Frauen reicht von einer strukturellen Benachteiligung von Frauen in vielen Lebensbereichen bis zu einer weit verbreiteten oftmals sexualisierten Gewalt gegen Frauen.

Wir streben eine Welt an, in der Frauen und Männer über dieselben ökonomischen Grundlagen verfügen und eine gerechte Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern herrscht; in der sich Frauen nicht der Gefahr ausgesetzt sehen, Opfer von Gewalt zu werden.

Weitere Informationen unter: Manifest Gegensätze

Februar 2020

Leserbrief zu „Karlsruhe kippt Verbot von Sterbehilfe“, NW vom 27.02.2020

Den Klägern, die schwer erkrankt sind und ihrer Erleichterung über das Urteil gebührt Respekt. Leider scheinen sie Palliativmedizin und Sterbebegleitung mit Blick auf ihr eigenes Lebensende nicht zu trauen. Dennoch ist es ein Urteil an einem Abhang. In einem Land, in dem Altersarmut und Pflegenotstand herrschen, gibt es auch nicht wenige, die Angst haben, anderen zur Last zu fallen. Die Lobbyisten und Händler des Todes von Sterbehilfe-Vereinen werden auch sie als Kunden ihrer Geschäfte sehen. Und wer garantiert, dass liberalisierte Sterbehilfe nicht eines Tages auch in den Abgrund Euthanasie führt?


Manifest

4  – Kommerzialisierung aller Lebensbereiche

Wir sehen eine Welt um uns herum, in der immer mehr Menschen in einem immer stärkerem Maße einzig und allein den Erfordernissen von Erwerbstätigkeit und Konsum zugerichtet werden.

Wir streben eine Welt an, in der das soziale Miteinander im Mittelpunkt steht und der Mensch sich mit all seinen Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnissen frei entfalten kann. Weitere Informationen unter: Manifest Gegensätze

August 2021

Zur Berichterstattung zu den Ereignissen in Afghanistan (u.a. „Die Chronik des Versagens vom 17.08.21 und „Die Menschen in Afghanistan allein gelassen“ vom 19.08.21)

Die Ereignisse in Afghanistan sind auch als Resultat eines imperialen Kriegseinsatzes zu sehen, der ähnlich wie im  Irak und Libyen erneut ein Land in Elend und Chaos hinterlässt. 

Bei allen zivilen Bemühungen bedeuteten Enduring Freedom und ISAF auch eine assymmetrische Kriegsführung mit Attentaten, Drohnenangriffen und Tausenden oftmals unschuldigen Opfern und dem Säen von Verzweiflung und Hass.

Wann wird endlich klar, dass männlich-geprägte Militärlogik und Kriegsführung die Welt kein bisschen besser machen?


Manifest

7 – Krieg als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele

Wir sehen eine Welt um uns herum, in der Krieg immer wieder zur Durchsetzung politischer Ziele eingesetzt wird. Eine riesige Industrie profitiert von dem Einsatz von Waffen.

Wir streben eine Welt an, in der der Einsatz von Waffen, das Herbeiführen von Kriegen geächtet wird und gewaltfreie Mittel zur Lösung von Konflikten eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter: Manifest Gegensätze

Oktober 2021

Leserbrief zu „Erste Kompromisse bei Verkehrswende“, NW 6.10.2021:

Die Einschätzung, dass Politik und Verwaltung bei der Umsetzung von Verkehrsberuhigung in der Altstadt Fehler gemacht haben, ist sicher zutreffend. Es gilt aber auch, den Blick auf die Beharrlichkeit der  AutofahrerInnen zu lenken. Natürlich zielen die Maßnahmen darauf, AutofahrerInnen zu einem Umstieg auf andere Mobilitätsformen zu motivieren, um damit das Gesamtaufkommen des motorisierten Verkehrs in der Stadt zu drosseln.  

Gerade die SUV-Fraktion ist es offenbar herausfordernd, Alternativen zu entwickeln, zählt es doch zum unumstößlichen Selbstverständnis, stets in der für viel Geld erworbenen Prachtkarosse in die Stadt zu pendeln. In der öffentlichen Wahrnehmung geraten jene, die ihre 85 kg Lebendgewicht mit 200 PS und 8l Kraftstoff pro 100km in einem 2,2 t schweren SUV Tag für Tag von A nach B kutschieren, zum Glück immer mehr zu einer Karikatur ihrer selbst.

Wo ein Wille, ist auch ein Weg: Ein Umstieg auf  ÖPNV,  Fahrgemeinschaften, Park and Ride, auch ohne dass unbedingt schon Sonder-Parkareale ausgewiesen sind, natürlich auch das gute alte Fahrrad, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wo kein Wille ist, wird eben auch kein Weg gesehen und ein Beitrag für eine lebenswertere Umwelt in der Stadt und global schlichtweg verweigert. Auch dies ist meines Erachtens ein relevanter Aspekt in der breiten Diskussion um Klimaschutz und Stadtentwicklung.


Manifest

3 – Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen

Wir sehen eine Welt um uns herum, in der ein verschwenderischer und zerstörerischer Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Welt betrieben wird.

Wir streben eine Welt an, in der die Güter der Erde in einem Maße genutzt werden, das ökologisch sinnvoll ist.

Weitere Informationen unter: Manifest Gegensätze

November 2021

Leserbrief zu „Gladbach zerlegt den FC Bayern“ in der NW vom 28.10.2021 und zu „Abgesoffener Wut-Motor“ zur Pokalniederlage des FC Bayern München in Gladbach in der FR vom 29.10.2021::

Als Spiel, das in die Geschichte eingeht, wird das 5:0 der Gladbacher gegen die Bayern gefeiert. Doch was in die Geschichte eingeht, ist ein Fanal der Kommerzialisierung des Fußballs. Verantwortlichen in den Top-Vereinen ist schon längst aufgegangen, dass eine vollkommene Dominanz langfristig das Geschäftsmodell schaden würden. Neunmal in Folge sind die Bayern Meister geworden. Gewohnheit und Langeweile stellen sich ein. Und so müssen gezielt Niederlagen-Dramen inszeniert werden. Aus Sport ist Showbusiness geworden. So entwickelt sich der Fußball langsam in Richtung Formel 1, in der längst sportlicher Wettkampf einer gezielten Dramaturgie gewichen ist. Das soll nicht die Leistung der Borussen-Spieler schmälern. Natürlich haben sie toll gespielt, allerdings gegen eine Mannschaft, die anderes im Sinn hatte. Kimmich, Müller und Co-KG haben langfristige Gewinnmaximierung im Blick. The Show must go on!


Manifest

4  – Kommerzialisierung aller Lebensbereiche

Wir sehen eine Welt um uns herum, in der immer mehr Menschen in einem immer stärkerem Maße einzig und allein den Erfordernissen von Erwerbstätigkeit und Konsum zugerichtet werden.

Wir streben eine Welt an, in der das soziale Miteinander im Mittelpunkt steht und der Mensch sich mit all seinen Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnissen frei entfalten kann.

Weitere Informationen unter: Manifest Gegensätze

Januar 2022

 Leserbrief zu  „Krimäußerung kostet Militär den Job“ (24.01.2022)

Vizeadmiral Schönbach fordert Respekt vor Putin und den russischen Sicherheitsinteressen. Das ist eine berechtigte Sicht der Dinge. Deutschland hat eine besondere Verantwortung nach vielen Millionen russischer Opfer im 2. Weltkrieg. Da wirken einige Passagen von Schönbach allemal zutreffender als die Äußerungen der Fraktion von russophobischen Fanatikern westlicher Werte, Nato-Falken und Rüstungsindustrie-Lobbyisten. Schon 2013/14 haben deutsche Politiker auf dem Euromaidan Öl ins Feuer geschüttet. Möge es den Bedächtigen auf beiden Seiten gelingen, ein neues Blutvergießen in der Ukraine zu verhindern.


Manifest

7 – Krieg als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele

Wir sehen eine Welt um uns herum, in der Krieg immer wieder zur Durchsetzung politischer Ziele eingesetzt wird. Eine riesige Industrie profitiert von dem Einsatz von Waffen.

Wir streben eine Welt an, in der der Einsatz von Waffen, das Herbeiführen von Kriegen geächtet wird und gewaltfreie Mittel zur Lösung von Konflikten eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter: Manifest Gegensätze